Ugly Selfies and the Right to Decide: An Interview With Artist Iwona Demko

[English version below]

Iwona Demko ist beschäftigt: Sie ist bildende Künstlerin und organisiert Ausstellungen. Sie ist Dozentin an der Universität. Der Eyeliner sitzt. Perfekte Voraussetzungen für die perfekte Selbstdarstellung auf Instagram also. Aber statt in Galerien sehen wir sie in ihrem Schlafzimmer, mit dunklen Augenringen, Falten, in wenig schmeichelhaften Positionen. Das Projekt #realselfiefeminism stellt die Sehgewohnheiten des Publikums auf die Probe und Schönheitsideale auf den Kopf: Warum wir ein Foto mit einem Herz versehen und wann nicht, das ist die Frage.

Um das Recht zu wählen geht es auch in ihrer aktuellen Ausstellung Decydentki (Entscheiderinnen). 100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts in Polen richten Iwona Demko sowie Künstlerinnen aus Deutschland, Polen und Österreich den Blick auf die Gegenwart und Zukunft: Welche Entscheidungen treffen Frauen Tag für Tag? Wann werden persönliche Entscheidungen zum Politikum? Und wann werden sie ihnen abgenommen?

Ein Gespräch über Schönheit, Weiblichkeit und die politische Dimension von Kopfsteinpflastern:

Um wen geht es, wenn wir von den Decydentki reden?

Eigentlich sind alle Frauen Entscheiderinnen, nicht bloß die Künstlerinnen dieser Ausstellung. Wir haben versucht, die Arbeiten in unterschiedliche Zweige einzuteilen. Es gibt einen Bereich zu weiblicher Sexualität, einen zum Recht auf Abtreibung, einen, der einen Fokus auf Literatur und Film legt. Außerdem wird mit Maskerade und Verkleidung gespielt, an anderer Stelle geht es um alltägliche Entscheidungen.

Zum Beispiel sieht man in einem Film von drei Absolventinnen einer Schule für bildende Künste einen geteilten Bildschirm. Auf der einen Seite werden alltägliche Handlungen einer Frau im Haushalt gezeigt: Suppe kochen, putzen, Kinder hüten, bügeln. Und auf der anderen Seite sieht man, wie sie versucht, etwas zu malen. Hier das Rühren der Suppe, da das Mischen der Farbe; hier malt das Kind, da malt die Mutter. Es geht also um die Entscheidung, welcher Tätigkeit man sich nun widmet. Das ist meiner Meinung nach im Falle der Frau schwieriger. Ich habe selbst ein Kind und immer, wenn ich mich mit dem Kind beschäftigt habe, ärgerte ich mich, dass ich mich nicht mit meinem Beruf beschäftigte und andersherum. Das ist ein Zustand, der niemals Befriedigung bringt, weil immer etwas fehlt. Und ich glaube, Männer haben diesen Druck weniger: Wenn sie bei der Arbeit sind, sind sie bei der Arbeit und fertig.

Die Ausstellung prangert viele aktuelle politische Missstände an, z.B. die geplante Verschärfung des Abtreibungsgesetzes. Aber bei aller Kritik: Hast du in den letzten Jahren Fortschritte in Sachen Gleichberechtigung bemerkt?

Ein einfaches Beispiel: Mein Sohn ist jetzt 23. Als er ein halbes Jahr alt war, habe ich beschlossen, mich von seinem Vater zu trennen. Mit der damaligen Mentalität war das einfach nicht vorstellbar, dass eine Frau sich von einem Mann trennt und schon gar nicht so kurz nach der Geburt. Als ich das also gesagt habe, bekam ich mitleidige Blicke à la: “Schlimm genug, dass sie jetzt alleine mit dem Kind ist, dann muss sie auch noch verheimlichen, dass er sie sitzen gelassen hat.” Sobald ich diese Interpretation verstanden habe, habe ich der Einfachheit halber erzählt, dass er mich verlassen hat.

Wenn ich so etwas heute sage, dann wundert das niemanden mehr und Leute sagen: “Das ist deine Entscheidung, okay.” Ein bisschen was hat sich also schon getan. Auch im Hinblick auf das Sprechen über Sexualität. Vor acht Jahren habe ich angefangen, mich mit dem Kult um die Vagina zu beschäftigen. Da wollten Leute mich einweisen, bestimmt sei ich eine Nymphomanin. Und das ist jetzt so ein populäres Thema geworden, es ist unglaublich. Immer mehr Frauen arbeiten dazu, früher hatten sie Angst. Niemand wollte in die Feministinnen-Schublade gesteckt werden.

Wenn wir über Entscheidungen sprechen, sprechen wir auch über Macht. Aktuell sind nur 27% der Mandate im Sejm an Frauen vergeben. Wäre die polnische Politik eine andere, hätten wir mehr weibliche Abgeordnete?

Bestimmt. Wobei ich diese Frauen in zwei Gruppen einteilen würde: Es gibt Frauen, die immer höhere Ziele erreichen, indem sie männliche Verhaltensweisen imitieren. Wenn diese Frauen ins Parlament kommen, dann ändern sich einige Sachen, andere nicht. Denn sie sind ja doch als Frauen auf die Welt gekommen und so banale Sachen wie auf hohen Schuhen laufen, aber auch die Notwendigkeit von Krippenplätzen oder von Monatshygiene kennen sie einfach. Sobald wir mehr von diesen Frauen im Sejm haben, dann haben wir automatisch mehr Frauenthemen auf der Agenda. Wenn beispielsweise eine Frau für Stadtplanung zuständig ist, dann wird sie in der Fußgängerzone kein Kopfsteinpflaster legen lassen, weil man darauf auf Absätzen schlecht laufen kann und weil man da mit dem Kinderwagen schlecht durchkommt.

Dann gibt es eine zweite Gruppe. Das sind die Frauen, die in entscheidende Positionen gekommen sind und ihre Weiblichkeit dabei nicht leugnen. Die Frauen, die nicht finden, dass das ein Hindernis oder etwas Schlechteres ist. Diese Unterscheidung zwischen diesen Gruppen findet man häufig in der Benutzung von weiblichen Endungen. Wenn eine Direktorin darauf besteht, “Direktor” genannt zu werden, dann ist da irgendein Problem, dann wird der Weiblichkeit auch ein gewisser Wert abgesprochen, dann gleicht sie sich vermutlich auch tendenziell männlichen Verhaltensweisen an, auch unterbewusst. Aber ich will das nicht verurteilen, das ist ganz normal, dass man sich der Gruppe um sich herum anpasst.

Ich doziere an einer Universität, an der überwiegend Männer lehren und ich muss mich permanent daran erinnern, wie ich mich als Frau in bestimmten Situationen fühle, damit ich das nicht vergesse oder ignoriere. Es ist so wichtig, diesen Funken in solche Situationen reinzutragen, mehr Leute zu beeinflussen und die Weiblichkeit präsent zu halten. Damit die Werte von Weiblichkeit, die soziologisch konstruiert werden, wahr genommen und ernst genommen werden. Dass nicht kommuniziert wird, dass man sie loswerden soll.

Du führst seit etwa einem Jahr ein Kunstprojekt auf Instagram durch. Welchen Einfluss hat die Plattform auf Weiblichkeit und das Verständnis von Schönheit?

Ich glaube, das ist gerade schwierig für jüngere Mädchen und junge Frauen. Ich glaube auch, dass Frauen, die heutzutage jung sind, mehr Probleme mit ihrem Körperbild haben als damals, als ich jung war. Als ich 20 war, gab es das Internet nicht in der Form.

Aber es gab doch Fernsehen und Zeitschriften.

Ja, aber sie hatten nicht den Einfluss, den soziale Medien heute haben. Jetzt ist der Druck, gut auszusehen, wirklich überall, auf dem eigenen Handy, zusammen mit diversen Apps, die dich hübscher machen und Makel verschwinden lassen. Ohne diese Verschönerungen lädt doch niemand ein Bild auf Instagram hoch.

Doch, du.

Natürlich, aber eben auch mit der Absicht, das darzustellen. Wenn das kein künstlerisches Projekt wäre, vermute ich, dass ich auch nicht den Mut hätte, das so zu machen.

Ist die Tatsache, dass das ein Kunstprojekt ist, also eine Art Schutz?

Schon. Es hilft außerdem natürlich, dass ich 44 Jahre alt bin und deswegen einen anderen Blick darauf habe. Mittlerweile interessiert mich einfach weniger, was Typen von mir denken, ob ich ihnen nun gefalle oder nicht. Und erst jetzt wird mir bewusst, dass das vorher für mich sehr wichtig war. Ich treffe heute viel eher Entscheidungen, ohne, dass ich die Meinung von Männern berücksichtige. Sondern ich frage mich für mich selbst: Was bringt mir das?

Aber es ist schon so, dass ich lange überlegt habe, bevor ich das erste “hässliche” Bild hochgeladen habe. Ich weiß ja, was ins Netz kommt, bleibt im Netz. Und mit dem Alter verändert sich der Körper, verliert an Reiz. Andererseits fand ich, dass das der perfekte Augenblick war, um sich mit dem Alter zu versöhnen. Damit, dass ich das nicht aufhalten will. Damit will ich Frauen, die zu verschiedenen Mitteln greifen, um diesen Prozess zu verlangsamen, nicht angreifen. Wenn das für sie dazu führt, dass sie sich in ihrem Körper besser fühlen, dann ist das super. Aber ich würde mich gern wohl fühlen mit meinem Körper, so wie er ist und so, wie er sich ändert. Und das Projekt ist auch dafür da, mich daran zu gewöhnen.  Das hat etwa nach einem Jahr eingesetzt. Aber am Anfang habe ich mich furchtbar damit gefühlt. Dann ist da dieses wenig vorteilhafte Foto und das steht im Kontrast zu den Fotos, die ich vorher hatte, die alle verschönert waren.

View this post on Instagram

"Dziedzictwo w postaci kobiecej wzajemnej nienawiści, łącznie z krytyką, która nie pozostawia na przeciwniczce suchej nitki, musi zostać wyeliminowane, jeśli kobiety mają zacząć tworzyć krytykę i angażować się w spory i dyskusje toczone konstruktywne, mające wzbogacać, a nie poniżać. Negatywne, agresywne zachowanie kobiet wobec innych kobiet nie podlega "oduczaniu" w sytuacji, gdy krytyczny sąd ulega całkowitemu zawieszeniu. Można się go natomiast oduczyć, kiedy kobiety zaakceptują to, że jesteśmy różne, że z konieczności będziemy miały różne opinie o różnych rzeczach, ale możemy nie zgadzać się ze sobą i spierać nie zachowując się tak, jakbyśmy walczyły na śmierć i życie, jakby zmieszanie kogoś z błotem nie wywołało w nas poczucia utraty wszelkiego szacunku do siebie (…) KOBIETY, PODOBNIE JAK MĘŻCZYŹNI, MUSZĄ NAUCZYĆ SIĘ POZBAWIONEGO RYWALIZACJI DIALOGU MIĘDZY SOBĄ". bell hooks "Teoria feministyczna" #realselfiefeminism #uroda #piękno #pięknatwarz #pieknatwarz #positivebodyimage #rywalizacja #wyścig #kobieta #kobiecość #modelka #dialog #selfie

A post shared by Iwona Demko (@iwonadem) on

Und wie waren die Reaktionen?

Es ging mir vor allem um meine eigene Reaktion. Schlechte Reaktionen von außen kann ich gut abwehren. Die Situation wäre anders, gäbe es online ein Foto vom Namenstag meiner Tante, auf dem ich ganz furchtbar aussehe und das ich nicht bewusst selbst gemacht hätte. Ich verfolge mit dem Projekt eine Absicht und habe Kontrolle darüber. Und diese Absicht ist auch, dass Leute das Gesicht verziehen, wenn sie meine Fotos sehen, dass sie denken: “Ach du Schande, wie sieht die denn aus!” In dem Moment, in dem eine Aktion ein künstlerisches Unterfangen wird, verschwindet dieses Bewusstsein, dass ich selbst meine Materie bin.

Es gibt aber noch eine zweite Ebene, eine wichtigere: die Frage, wie ich selbst reagiere. Zuerst fühlte ich mich alt und hässlich. Leute um mich herum haben sich gesorgt, ob ich nicht ein bisschen zu sehr mit mir selbst experimentiere. Ich habe allerdings beschlossen, dass ich diese Phase überwinden muss, um weiterzukommen. Mittlerweile fühle ich mich nicht mehr unwohl, wenn ich die Bilder sehe. Aber das hat gedauert.

Sogenannte Frauenzeitschriften geben vielfach Tipps, wie man auf Fotos am schönsten aussieht. Aber drehen wir den Spieß mal um: Wie kriege ich ein besonders hässliches Selfie hin?

Das ist total einfach! Am besten macht man hässliche Fotos, wenn man gute Laune hat. Günstig ist es auch direkt nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen. Das Licht ist wichtig. Das kann kein frisches Tageslicht sein, das ist sehr schmeichelhaft und glättet die Haut. Mit schwachem Licht hat man außerdem noch unschönes Bildrauschen mit drin. Für das hässliche Selfie muss man sich einfach komplett entspannen, am besten geht das Zuhause in alltäglichen Situationen. Es ist selten, dass ich Fotos mache, wenn ich tagsüber unterwegs und geschminkt bin, das Make-Up muss weg.

Kann Instagram Frauen also auch stärken?

Instagram und auch Facebook sind geniale politische Instrumente für Frauen. Ohne Facebook hätte der “Czarny Protest” wirklich ganz anders ausgesehen. Durch diese Veranstaltung auf Facebook hat sich diese Information innerhalb weniger Tage wirklich rasant verbreitet. Ich glaube, dass dieses Werkzeug noch mehr in der Hand von Frauen ist als von Männern. Es wirkt aus einem privaten Kontext heraus, du musst dir nicht in Konfrontationen erst Gehör verschaffen, sondern kannst aus einer intimen Situation heraus handeln, entscheiden. Und trotzdem hat diese Aktion aus einem Schutzraum heraus soziale, politische und gesellschaftliche Auswirkungen. Instagram stellt einfach wunderbar dar, wie sich das Private in etwas Öffentliches wandelt. Auch für mich als Künstlerin.

Wenn ich eine Ausstellung mache, dann kommen die Leute, die das eh schon interessiert. Die anderen kriegen davon gar nichts mit. Aber wenn ich auf Instagram mein furchtbares Foto mit dem Hashtag #wunderschönerkörper versehe, dann kommt das in diesen Pool mit den ganzen wunderschönen Körpern. Und jemand, der den Hashtag blind eingibt, sieht dann mein Bild und dazu ein überraschendes, feministisches Zitat. Mich erschöpft mittlerweile die Arbeit in Galerien, denn der Platz ist begrenzt. Instagram eröffnet ganz neue Räume für mich.

Die Ausstellung “Decydentki” ist noch bis zum 29. März im Dom Norymberski zu sehen. Header: “DollCulture_17” von Marissa Kirisame

[EN]

Iwona Demko is busy. She’s an artist and a organises exhibitions. She teaches at a university. Her eyeliner is on point. Perfect conditions for a perfect Instagram profile. But we don’t see her in galleries. Instead, we see her in her bedroom, with dark circles under her eyes, wrinkles, in unflattering positions. The project #realselfiefeminism scrutinises our social media habits and beauty ideals: Why we press “like” or why we don’t, that is the question.

The right to decide is also the key aspect of her current exhibition called Decydentki (Women who decide). Celebrating 100 years of women’s suffrage, Iwona Demko as well as artists from Germany, Poland and Austria put emphasis on the present and future: What kinds of decisions do women make on a daily basis? When do personal decisions become political issues? And when is the right to decide taken away?

A talk about beauty, femininity and the political dimension of cobblestone streets:

Who are the Decydentki?

When we talk about decydentki, we actually talk about all women and not just the artists involved in this exhibition. We tried to group the works into certain branches. There’s an area dealing with female sexuality, another one is about the right to terminate a pregnancy, another one focuses on literature and film. Furthermore, there’s a room emphasising masquerade and costumes, another one deals with everyday situtions.

For example, there is a short film made by three graduates of an art academy. The screen is split into two parts. On one side, it shows a woman carrying out typical household tasks: cooking soup, cleaning, taking care of the children, ironing. On the other side you see how she tries to paint. Here there’s the stirring of the soup, there there’s the mixing of colours on the palette. Here paints the child, there paints the mother. It’s about deciding which task you dedicate yourself to. To my mind, that decision is harder when you’re a woman. I am a mother myself and whenever I was taking care of the child, I was worried I was not working and vice versa. That’s a state that can never bring satisfaction, something is always missing. I think men are less exposed to this kind of pressure. When they’re at work, they’re at work. Period.

The exhibition criticises a lot of current political developments, such as the planned further restriction of the abortion law. In spite of all the things going wrong: Have you also noticed some progress in the recent years, some increase of tolerance?

Yes, there’s a simple example: My son is 23 now. When he was half a year old I decided to break up with his father. Back then, in the minds of the people, it was not possible for a woman to break up with a guy, even less so after the birth of their child. When I told people about my situation they pitied me and said: “It’s bad enough that she’s on her own, now she also has to deal with the trauma of being dumped.” When I realised how people interpreted my case, I just told people I was left by him.

When I talk about that situation today, nobody cares. People say: “That’s your decision, okay.” Something has indeed changed. Also, talking about sexuality has become less of a taboo. Eight years ago I started making the cult around the vagina a central topic of my work. People directed me to psychologists or thought I was a nymphomaniac. And now it’s such a popular topic, it’s incredible. More and more women claim the subject for themselves after they had been afraid to do so for so long. Nobody wanted to be assigned the label “feminist” and the topic was linked to shame.

When we talk about decisions, we have to talk about power. Currently, 27% of the delegates in the Sejm are female. Would Polish policy making be different, if more women participated in the legistlative process?

Certainly. Though I would group those women into two categories. There are women who reach their goals imitating the behaviour of men. When these women get into decisive positions, some things change, while others don’t. Because they were born as women, they know certain mundane things like the struggle of walking on heels, and they are more aware of issues like the necessity of daycare and periods. If those women are in the Sejm, more topics affecting women will be placed on the agenda. When a women is in charge of urban planning, she will ban cobblestone from the city centre, because it’s so uncomfortable to walk on and even more annoying to handle with a buggy.

And then there’s the second group. These are women who got into decisive positions without denying the fact that they are women. Women who don’t consider their femininity to be inferior. Sometimes you can make the distinction when you take a look at the way they describe themselves. When a female director insists on being called “direktor”, i.e. by the male form, instead of “direktorka”, you know that there’s an issue considering her womanhood at hand. It’s probable that she will trace men’s behaviour, sometimes subconsciously. I don’t mean to condemn this, it’s normal to adapt to the environment surrounding you.

I teach at a university where the majority of faculty is male. I have to constantly remind myself of the situation that felt weird to me as a woman, so I don’t forget, ignore or normalise it. It’s so important to spread this awareness, to influence people. To keep femininity present, so that the sociological construct of womanhood, which is also a reality, is taken seriously. So that it’s not treated like something to get rid of.

For roughly a year now you’ve been working on an art project on Instagram. What influence do you attribute the platform in terms of womanhood and the perception of beauty?

I think it’s really difficult for girls and young women. I also believe that women today have more issues with their body image than I did when I was young. When I was 20, the internet was not as present.

But TV and press were.

Sure, but their influence was not as strong as that of social media today. Nowadays, the pressure of being pretty is omnipresent, it’s on your own phone and it is accompanied by various apps that make you prettiert and that make your imperfections disappear. Without those little tricky nobody would upload a picture.

You do.

Yes, I do. But I do it with the intention to criticise. If it weren’t a project I conduce as an artist, I don’t think I would have the courage to do it.

Would you say that the fact, that we’re dealing with an artistic project here protects you?

I’d say so. It also helps that I’m already 44 years old, which is why my perspective has shifted a bit. I don’t care anymore about what guys think, if they like me or not. And it’s only now that I realise that this used to be very important to me. Today I make decisions without taking their opinion into account. Instead, I ask myself: How does this affect me?

But it’s true, I struggled a lot before uploading the first “ugly” picture. Whatever you upload stays online. And as you grow older, your body loses its firmness, some of its appeal. On the other hand, I thought this was the perfect opportunity to make peace with growing older. To accept the changes. By saying that, I don’t mean to offend women who do take measures to look younger. If it makes them feel comfortable and empowered, that’s fine by me. But I would like to feel comfortable the way that I am and the way that I change. The project serves me to get used to it. I noticed this reaction after about a year. But at the beginning, I felt terrible with that ugly picture that was juxtaposed against those prettier pictures of myself that I had uploaded before.

View this post on Instagram

"Dziedzictwo w postaci kobiecej wzajemnej nienawiści, łącznie z krytyką, która nie pozostawia na przeciwniczce suchej nitki, musi zostać wyeliminowane, jeśli kobiety mają zacząć tworzyć krytykę i angażować się w spory i dyskusje toczone konstruktywne, mające wzbogacać, a nie poniżać. Negatywne, agresywne zachowanie kobiet wobec innych kobiet nie podlega "oduczaniu" w sytuacji, gdy krytyczny sąd ulega całkowitemu zawieszeniu. Można się go natomiast oduczyć, kiedy kobiety zaakceptują to, że jesteśmy różne, że z konieczności będziemy miały różne opinie o różnych rzeczach, ale możemy nie zgadzać się ze sobą i spierać nie zachowując się tak, jakbyśmy walczyły na śmierć i życie, jakby zmieszanie kogoś z błotem nie wywołało w nas poczucia utraty wszelkiego szacunku do siebie (…) KOBIETY, PODOBNIE JAK MĘŻCZYŹNI, MUSZĄ NAUCZYĆ SIĘ POZBAWIONEGO RYWALIZACJI DIALOGU MIĘDZY SOBĄ". bell hooks "Teoria feministyczna" #realselfiefeminism #uroda #piękno #pięknatwarz #pieknatwarz #positivebodyimage #rywalizacja #wyścig #kobieta #kobiecość #modelka #dialog #selfie

A post shared by Iwona Demko (@iwonadem) on

How did people react to your project?

Actually, I was more interested in my own reactions. I can deal with harsh criticism from the outside. The situation would have been different, had someone uploaded a picture in which I look terrible at, say, my aunt’s party. A picture that I have not consciously taken myself. I set a certain intention with my project, I control it. And my intention is indeed to shock people, to make them cringe and think „God, why does she look like this?“. When an action turns into an artistic project, it alienates you and it makes me forget that I am my own material.

However, there is another layer to the project: the observation how I react to those images myself. At the beginning I felt ugly and old. People started to worry if i did not take the project too far, experimenting with myself to that extent. But I decided to get over this phase, to see what’s beyond. Now I don’t feel that kind of discomfort anymore when I see the photos. But that took me a while.

If we open a so-called women’s magazine we frequently find advice on how to look best in Instagram photos. But let’s think it the other way round: How do I manage to take a selfie that is especially ugly?

Oh, that’s so easy! It’s best to take ugly pictures when you’re in a good mood. I recommend taking it immediately after waking up or right before you go to bed. The lighting is crucial. Don’t use natural daylight, that’s flattering and smoothes your skin. Weak light also makes the picture grainy, which is good. To take a good ugly selfie you should be completely relaxed, preferably at home in everyday situations. I rarely take pictures when I’m out and about, because it works so much better if you have no make-up on.

So would you say that Instagram can be used to empower women?

Instagram and also Facebook are fantastic political tools for women. Without Facebook the “Czarny Protest” would have turned out differently. The announcement on Facebook raised incredible awareness for the manifestation within just a couple of days. I would even go so far as to say that this tool is more beneficial to women than to men. It gives you the opportunity to act within a private context, you don’t have to fight obstacles and face confrontation to get your message out there, to be heard. You can make decisions in an intimate environment, which then nevertheless has social and political effects. Instagram embodies perfectly the phenomenon of something private turning into something public. Also for me as an artist.

When I organise an exhibition, it attracts people who are already interested in it. Others don’t even realise it exists.  But when I publish an ugly picture with the Hashtag #beautifulbody, it’s connected to all those beautiful bodies. And someone who blindly looks up the hashtag sees my picture with a surprising quote. I am honestly tired of exclusively working in galleries, because the space is so limited. Instagram facilitates completely new spaces.

You can check out “Decydentki” until March 29th in Dom Norymberski. Header: “DollCulture_17” by Marissa Kirisame

 

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s